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Ulm/Neu-Ulm/Alb-Donau
jung und stachelig

Unsere Projekte

Da wir uns in vielen politisch sowie gesellschaftlich relevanten Themen weiterbilden und -entwickeln möchten, haben wir einen Lesekreis, der von unserem Vorstandsmitglied Clarissa organisiert wird.

Er findet alle 1 bis 2 Wochen statt.

Zu Beginn haben wir das interaktive Buch “ Exit racism-rassismuskritisch denken lernen“ von Tupoka Ogette gelesen. Wir wollen unser eigenes Verhalten reflektieren und kritisch beleuchten und haben gemeinsam Strategien erarbeitet, wie wir uns gegen Rassismus engagieren können, ob als BIPOC oder als Ally. Natürlich haben wir uns auch über persönliche Erfahrungen und Gedanken ausgetauscht.

Weiter machen wir mit diversen Texten zum Thema Klassismus.

Schaut gerne mal vorbei und diskutiert mit uns! 

Worum geht‘s? Süleyman Taşköprü war Obst- und Gemüsehändler in Hamburg. Am 27. Juni 2001 wurde er im Laden seines Vaters mit 3 Schüssen ermordet. Er war das dritte Mordopfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Dabei handelt es sich um eine nationalsozialistische Vereinigung, die zwischen 1996 – 2011 rechtsextreme Anschläge ausführte. 10 Menschen wurde das Leben genommen: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter. Behörden und Polizei haben bei den Ermittlungen versagt. Neun Opfer waren durch ihre Herkunft für die Behörden automatisch verdächtig und haben deren Verhalten bestimmt. Jahrelang wurde in Richtung organisierter Kriminalität, Auftragsmorden und auch gegen die Familien der Opfer ermittelt. Hunderte Arbeitsstunden wurden verschwendet, die wenn sie richtig eingesetzt worden wären, weitere Tote hätten verhindern können. Für das Tatmotiv des rassistisch motivierten und rechtsextremen Terrors waren Polizei und Behörden aufgrund von institutionellem Rassismus sehr lange blind. Politik und Medien stützen immer wieder das Bild der rechtsextremen Einzeltaten. Diese Darstellung ist gefährlich und falsch. Sie leugnet rechtsextremistische Strukturen und macht rechtsextreme Taten möglich. Dabei machen sich Politik und Staat mitschuldig, was vor allem in strukturellen Problemen bei der Polizei und Staatsanwaltschaft deutlich wird. Rassistische und hetzerische Formulierungen und Schlagzeilen in vielen deutschen Medien geben gesellschaftlichem Rassismus erst eine breite Bühne. Wir als GRÜNE JUGEND setzen uns entschieden gegen Rassismus und für Antirassismus ein. Bisher erinnern wir uns an die Namen der Täter*innen, aber nicht an die Namen der Mordopfer. Durch unseren Aktivismus wollen wir die Erinnerung an die Opfer hochhalten und nicht vergessen. Die Amadeu Antonio Stiftung zählt alleine seit 1990 mindestens 213 Todesopfer rechter Gewalt. Diese Morde sind keine Einzelfälle. Sie sind die Spitze des Eisbergs einer rassistischen Gesellschaft. Wir zeigen an diesem Aktionstag, dass es sich nicht um Einzeltaten handelt und Deutschland nach wie vor ein gesellschaftliches Rassismusproblem hat, das sich bis in die Sicherheitsbehörden zieht und das zu vielen Toten führte und führt. Wir als Verband stellen uns entschieden gegen jede Art von Rassismus und Antisemitismus. Wir kämpfen dafür, dass struktureller und individueller Rassismus endlich auch von politischer Seite nachhaltig angegangen werden. Deshalb fordern wir als GRÜNE JUGEND:

➢ entschiedenes Vorgehen gegen rechte und rassistische Gewalt, keine weitere Verharmlosung der Taten und konsequente Aufklärung

➢ eine gründliche Aufklärung der polizeilichen und geheimdienstlichen Fehlverhalten, die rassistische Taten ignorieren und auf dem rechten Auge blind sind

➢ Opferschutz für Betroffene und Angehörige rassistisch motivierter Gewalt

➢ die Freigabe der NSU-Akten für die Öffentlichkeit

➢ Skandale der letzten Jahre lückenlos und unabhängig aufklären: NSU 2.0, das rechtsextreme Netzwerk Hannibal und und die zahlreichen Opfer deutscher Polizeigewalt

➢ Racial Profiling konsequent und wirkungsvoll bekämpfen

➢ Polizeigewalt konsequent verfolgen: anonyme Kennzeichnungspflicht aller Einheiten

➢ Unabhängige, externe Ermittlungs- und Beschwerdestellen durch unabhängige Polizeibeauftragte einführen, Entmilitarisierung der Polizei, vertiefte Ausbildung der Polizei zu Deeskalationsstrategien

➢ Kritische Polizeiforschung: Studie zu strukturellem Rassismus in der Polizei

 

Am 26.06 – kurz bevor sich der Todestag von Süleyman Taşköprü, der in Hamburg vom NSU ermordet wurde, zum 20. Mal jährt – gehen wir in ganz Deutschland auf die Straße und setzen uns aktiv gegen Rechtsextremismus und Rassismus ein.

 

Gegen das Vergessen, für das Verändern!

Woher kommt Rassismus? Was bedeutet es, wenn wir sagen, dass Rassismus ein strukturelles Problem ist? Was können wir tun, gemeinsam gegen Rassismus zu kämpfen? Diesen Fragen wollen wir uns gemeinsam im Rahmen unseres Grundlagenworkshops Antirassismus widmen. 

Am 27.03. haben wir gemeinsam mit DGB Jugend, SDAJ, Falkenkeller, Mein-Ich-Gegen-Rassismus, Kollektiv.26, VVN Ulm und dem Festival contre le racisme zu einer Kundgebung aufgerufen:

Seit Mai gibt es unter dem Namen „Querdenken 731“ Kundgebungen in Ulm. Nun kündigt Klardenken Schwaben an am 27.03.21 durch Ulm zu demonstrieren. Klardenken ist das Gleiche wie Querdenken, inhaltlich wie personell gibt es Überschneidungen.
Sie geben an, gegen die Corona Maßnahmen zu protestieren, aber eine Antwort auf die Pandemie haben sie nicht. Viele von ihnen glauben nicht einmal, dass es Corona gibt.Doch es geht ihnen schon lange nicht nur um Maßnahmen. Auf den Bühnen von Querdenken werden immer wieder Falschmeldungen, Vergleiche mit der NS Diktatur, Reichsbürgertum, Pandemieleugnungen und Verschwörungsideologien bejubelt und verbreitet.
Ihr Publikum ist eine krude Mischung: Von besorgten Bürger:innen, Esoterischen Hippies, Heilpraktiker:innen, Unternehmer:innen, christlichen Sekten bis zu extrem rechte Gruppen wie AfD, Identitärer Bewegung, Reichsbürger:innen oder Q-Anon Anhänger:innen.
Sie behaupten, Bill Gates, George Sorros, die Bilderberger oder eine mächtige geheime Gruppe hätten Corona erfunden und würden uns alle kontrollieren. Sie glauben Deutschland sei kein souveräner Staat, alle Medien wären kontrolliert und würden lügen und wir würden in einer Diktatur leben.
Das alles ist falsch, Angstmacherei und nah am Antisemitismus.
Covid-19 hat perfekte Vorraussetzungen für die Verbreitung solcher Verschwörungen geschaffen. Eine weltweite Pandemie, finanzielle Krisen, soziale Isolation und strengen Maßnahmen. Das alles kann zu Machtlosigkeit, Stress und Angst führen. 
Ja, einige Maßnahmen sind anstrengend. Das erleben wir alle jeden Tag. Aber die Antwort auf eine Pandemie ist nicht rumzulügen und mit extrem Rechten gemeinsame Sache zu machen. 
Wir werden diesen Inhalten widersprechen und rufen dazu auf mitzumachen!Gemeinsam gegen Verschwörungsideologien,  angsteinflößendes, rechtes Gedankengut und für eine solidarische Gesellschaft der vielen und nicht nur der einigen wenigen.
Eine Kundgebung ist ab 14h30 am Stadthaus Ulm angemeldet.Hygienehinweis: Bitte Tragt Masken, haltet Abstand und achtet aufeinander.

 

Gegen das Vergessen!

Wir fordern endlich Taten und Konsequenzen statt bloßen Worten, denn Erinnern heißt Verändern.

          

Im Rahmen des Wahlkampfs entstand die Idee, einen Livestream auf Instagram zu für Ulm relevanten Themen zu veranstalten. Unser Ziel war es, besonders junge Menschen auf die bevorstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg am 14. März aufmerksam zu machen und zum Wählen zu motivieren, sowie dazu anzuregen, sich politisch zu engagieren. Außerdem möchten wir uns als Grüne Jugend für starke linke Bündnisse einsetzen und somit holten wir die Jusos Ulm mit ins Boot, um die Idee als gemeinsame Aktion umzusetzen. An zwei Freitagabenden unterhielten sich jeweils eines unserer Mitglieder mit einem Mitglied der Jusos und konnten dank des Formats auch spontan auf Fragen der Zuschauenden eingehen.

Im ersten Zwiegespräch drehte sich alles um Umwelt, Leben, Mobilität und Zukunftswünsche für Ulm 2030. Wir waren vertreten durch Elena Weber, sie ist die Ersatzkandidatin für Die Grünen im Wahlkreis Ulm. Für die Jusos ging Clemens in das Gespräch, in dem beide einige Übereinstimmungen in den Vorstellungen für die zukünftige Gestaltung der Stadt finden konnten. Im Bereich Mobilität konnten sich beide darin einigen, dass sowohl der ÖPNV als auch der Radverkehr attraktiver gestaltet werden müssen. Sei es eine höhere Frequenz der Fahrten oder Radfernwege zwischen Großstädten, es gibt viele Ideen, die in anderen Städten bereits umgesetzt werden. Ein weiteres wichtiges Thema neben der Mobilität stellte das Wohnen und im Besonderen nachhaltiges Wohnen dar. Elena machte sich hier besonders für geringeren und nachhaltigeren Flächenverbrauch im ländlichen Raum stark. Darüber hinaus tauschten sich die beiden noch über mögliche Bündnisse auf Landes- und Bundesebene aus und nannten Ideen für die bessere Gestaltung von Bildung, besonders in Hochschulen.
Um zu erfahren, welche Argumente für diese vielen Ideen sprechen und wieso Elena und Clemens der jeweiligen Partei beigetreten sind, schaut gerne hier in die Aufzeichnung des Livestreams:

https://www.instagram.com/tv/CLNIjVWIIby/?utm_source=ig_web_copy_link

Im zweiten Gespräch mit den Jusos unterhielten sich Clarissa (GJ) und Louisa (Jusos) unter dem Motto „Welche Ideen braucht eine bunte Gesellschaft?“ über ganz verschiedene Themen. Angesprochen wurden explizit die Geflüchtetenpolitik und Ulm als sicherer Hafen – hier äußerten die beiden die wichtige Forderung nach einem Abschiebestopp während der Coronakrise. Zudem konnten sich beide einigen, dass die Positionierung gegen Rassismus und besonders die Bildung in diesem Bereich bereits zur Schulzeit sehr wichtig ist. Des Weiteren wurde die Forderung nach mehr Präsenz von queeren Themen in der Stadt Ulm laut: Eine wichtige Idee wäre hier besonders die Einführung gendergerechter Toiletten.
Im Gespräch rissen Clarissa und Louisa noch weitere zentrale Punkte für eine gerechte Gesellschaft an: Kostenlose Bildung, Anerkennung von und bessere Bezahlung in Pflegeberufen sowie eine gesunde Debattenkultur sowohl on- als auch offline. Falls ihr wissen wollt, was sowohl auf städtischer, Landes- oder Bundesebene noch passieren muss, damit wir in einer bunteren und offeneren Gesellschaft leben, schaut gerne hier:

https://www.instagram.com/tv/CLxLwOuiBKt/?utm_source=ig_web_copy_link

Gemeinsam mit Den Linken Ulm, Young & Queer e.V. und dem Kollektiv.26 haben wir eine Kundgebung veranstaltet.

Hier findet ihr unseren offenen Brief:

Anlässlich der am 10.11.2020 begonnenen Räumung des Dannenröder Forstes organisieren wir im Rahmen eines solidarischen Zusammenschlusses mehrerer Organisationen eine Kundgebung. Wir wollen Stellung zu den aktuellen Entwicklungen nehmen und politischen Forderungen aufstellen.

  1. .Der Dannenröder Forst muss bleiben. Der Ausbau der A49 hätte die Rodung von rund 100 Hektar Waldfläche zur Folge. Dass ein solches Projekt in Zeiten der globalen Klimakrise durchgeführt und überhaupt erst von einer schwarz-grünen Landesregierung genehmigt worden ist, ist in unseren Augen realitätsfern und falsch.

  2. Wir fordern eine klare Stellungnahme zur Rodung des Dannenröder Forstes und eine Distanzierung gegenüber der Zustimmung der Landesregierung. Zukunftsorientiert ist nur eine klimafreundliche Verkehrswende und keine neue Autobahn. Es darf nicht mehr weiter rücksichtslos in eine klimaschädliche Mobilität investiert werden! Denn dies geschieht auf Kosten der Umwelt und damit auch unserer Zukunft.

  3. Eine Sicherung der Trinkwasserversorgung für die Bewohner*innen des Rhein-Main- Gebiets muss gewährleistet sein. Bereits seit über 40 Jahren engagieren sich Bürger*innen gegen die Zerstörung des Trinkwasserschutzgebietes, zu dem nur ein offizielles Gutachten mit veralteten und lückenhaften Daten vorliegt. Dies wurde vom zuständigen Verkehrsminister veranlasst und beinhaltet nur unzureichend die Untersuchung bezüglich der daraus resultierenden Verschmutzung von Trinkwasser durch Autobahnabwasser.

Wir solidarisieren uns mit den Aktivist*innen, die momentan im Dannenröder Forst dafür weiterkämpfen, die absurde Rodung zu stoppen und sich somit für unser aller Zukunft einsetzen. Dabei riskieren sie viel, es kam zu mehreren gefährlichen Situationen und Verletzungen. Wenn durch Polizeieinsätze geräumt wird, muss dabei die Sicherheit aller Menschen im Wald an erster Stelle stehen. Die Aktivist*innen, die noch in Untersuchungshaft sitzen, müssen sofort aus der Haft entlassen werden.

Der Danni ist nur einer von vielen weiteren Wälder, die durch veraltetet Projekte und die damit verbundene Zerstörung der Natur gefährdet. sind. Es geht bei alldem um viel mehr und grundsätzliche Themen:

Klimawandel, die Zukunft unserer Mobilität und Kapitalismus.

Hier in Ulm haben wir aktuell Pläne zum achtspurigen Ausbau der Adenauer Brücke. Dies würde Einschnitte im Bereich der Ehinger Anlagen auf Kosten von Mensch und Natur geschehen. Wir müssen Ulm umweltfreundlich und zugunsten von nachhaltiger Mobilität gestalten und brauchen keine weiteren klimaschädlichen Investitionen.

Im Gegenteil sollte der Fokus auf einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur und deren Förderung liegen. Nur so können wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens einhalten. Deswegen sprechen wir uns deutlich gegen einen achtspurigen Ausbau aus und werden uns aktiv gegen ein solche irrationalen Vorhaben wehren. Das sehen wir als Verantwortung, die wir alle tragen im Hinblick auf die bevorstehende Klimakatstrophe.

In diesem Kontext unterstützen wir folgende Petitionen:
Über waldstattasphalt.net kann man sich für einen Rodungsstopp des Dannenröder Forstes einsetzen:https://weact.campact.de/petitions/ausbaustopp-a49-rettet-den-dannenroder-forst-und- herrenwald

In Ulm soll mithilfe dieser Petition der Ausbau der Adenauer Brücke verhindert werden:

https://www.openpetition.de/petition/unterzeichner/8-spurigen-ausbau-der-adenauerbruecke- in-ulm-neu-ulm-stoppen

Quellen: https://www.google.de/amp/s/www.heise.de/amp/tp/features/Klimaaktivisten-wegen-gewaltfreien-Widerstand- in-Haft-4960560.html
https://wald-statt-asphalt.net/de/dannenroeder-wald/ https://www.spiegel.de/politik/deutschland/dannenroeder-forst-gutachten-zu-a49-setzt-gruenes- verkehrsministerium-in-hessen-unter-druck-a-00000000-0002-0001-0000-000173743536 https://twitter.com/Sand_imGetriebe/status/1330126914275696650 https://twitter.com/jannisgrosse/status/1329742418154020865
https://twitter.com/ver_jorg

 

Wir kämpfen für eine vielfältige, weltoffene und bunte Gesellschaft, in der sich jede Person wohlfühlen kann. 
Dabei setzen wir auch hier bei uns in Ulm direkt an. in dem wir die Umbenennung der „M-Gasse“ fordern.
Denn wir wollen, dass Rassismus in unserer Stadt keinen Raum erhält und nicht im Straßenbild erhalten bleibt.
Im offenen Brief können die konkreten Forderungen nachgelesen werden.
 

Offener Brief für die Umbenennung der M-Gasse

Sehr geehrter Herr Oberbrgermeister, sehr geehrte Gemeindertinnen und Gemeinderte,

wir, ein Zusammenschluss von mehreren Organisationen aus Ulm, haben mit großem Bestürzen festgestellt, dass sich viele Gemeinderät*innen gegen die Umbenennung der M-Gasse aussprechen.

Wir wissen, dass laut dem Ulmer Stadtarchiv die Gasse diesen Namen nach der Gaststätte „Zu den M*“ abgeleitet wurde, die sich wiederrum bei diesem Namen vermutlich von der Mohrenapotheke hat inspirieren lassen, die bereits 1558 vor der deutschen Kolonialzeit bestand.

Die historischen Wurzeln der Belegung des Wortes reichen bereits bis ins 8. Jahrhundert zurück und bezeichnete zunchst Bewohner*innen des antiken und mittelalterlichen Nordafrikas. Aber auch schon verallgemeinert wurde dieser Begriff fr Menschen mit dunkler Hautfarbe seit dem 16. Jahrhundert verwendet.

Das Wort geht sowohl auf das lateinische „maurus“ zurück, das für „dunkel“, „schwarz“ und „afrikanisch“ steht, als auch auf das griechische „moros“, was etwa „töricht“ und „dumm“ bedeutet.

Jedoch ist das Wort heutzutage laut Kommunikationsexpert*innen eindeutig negativ konnotiert und kann als Diskriminierung und rassistischer Ausdruck eingeordnet werden. Wichtig fr diese Einordnung ist, wie er verwendet wurde. Ab dem 11. Jahrhundert wurde der Begriff „Hellmöhr“ für den Teufel verwendet. Der Begriff „M.

Wäsche“ wurde lange Zeit verwendet, wenn eine offensichtlich schuldige Person mit fadenscheinigen Beweisen „reingewaschen“ wurde.
In Angesicht dieser sprachgeschichtlichen Entwicklungen und unserer deutschen Kolonialgeschichte, so wird deutlich, dass in diesem Wort unter anderem der historische Ballast von Schuld, Hlle und Versklavung steckt.

Der Begriff war schon immer eine Fremdbezeichnung und reproduziert unweigerlich in uns allen rassistische Stereotypen, da wir in unserer Gesellschaft nach einem eurozentrisches Weltbild geprägt sind.

Schließlich wurden das M-Wort und das N-Wort als Synonyme verwendet: Fr Menschen, die dazu da seien, Weißen Menschen zu dienen. Davon haben sich diese

Begriffe nie emanzipiert.

Wir knnen uns in einer Stadt nicht wohlfhlen, die sich internationale Stadt nennt und gleichzeitig die Stimme von BPoC (Black People of Color) ignoriert und nicht respektiert. Ein zu sehr großen Teilen mehrheitlich weißer Gemeinderat, der von Rassismus und Diskriminierung nicht betroffen ist, berhrt die Stimmen von BPoC,

die sich in letzter Zeit an die ffentlichkeit getraut haben und die Aufarbeitung fordern. Bei den „Black lives matter“-Demos in Ulm hat sich gezeigt wie viele BPoC und „allies“ (aktive Verbündete) in Ulm leben.

Wenn Menschen mit Rassimus- und Diskriminierungserfahrung Dinge als rassistisch einordnen, dann mssen Menschen, die diese Erfahrungen aufgrund ihres Aussehens nie machen werden, entsprechende Forderungen respektieren.

Wir wissen, dass eine solche Maßnahme das rassistische Gedankengut, das in unserer Gesellschaft existiert, nicht wett machen wird. Aber es ist ein Puzzleteil, das dazu gehört um Rassismus gesellschaftlich aufzuarbeiten und zu verlernen.
Wir wollen auf unserer Stadtkarte und in unserem Stadtbild eine solch rassistische Bezeichnung nicht sehen.

Wieso klammert man sich an Traditionen, die rassistische Stereotype unterstützen?

Wir sollten lieber an neuem weltoffenem Erbe arbeiten. Letztendlich stehen wir als Gesellschaft vor der Frage welche Bedeutung schwarze Leben für uns haben.

Jede undeutliche oder inkonsequente Haltung gegen Rassismus, ist automatisch eine Position. Und zwar eine solche, die nicht antirassistisch sein kann.

Antirassismus bedeutet nicht nur über Rassismus selbst zu sprechen, sondern in allen politischen Bereichen rassismuskritische Perspektiven zu berücksichtigen und damit Intersektionalitten sichtbar zu machen.

Deshalb fordern wir Sie auf, die Forderungen von Betroffenen in den Fokus zu stellen und die M-Gasse umzubenennen, damit wir uns alle in Ulm zuhause fühlen können.

Mit freundlichen Grüßen

 

GRÜNE JUGEND Ulm 

Earthlings Ulm

Jusos Ulm 

Kollektiv.26 

Mein “ICH“ gegen Rassismus

 

 

In unserem Arbeitskreis „Ideen für Ulm“ wollen wir sammeln, was wir hier vor Ort in Ulm direkt verändern können:

Wir wollen Ulm grüner & nachhaltiger gestalten.

Momentan arbeiten wir an der „Grünpat*innenaktion“.

Das Ziel des Projektes ist es bürgerliches Engagement für die Begrünung öffentlicher Flächen zu fördern.

Dabei steht sowohl die Vernetzung von Nachbarschaften untereinander als auch die ökologische und nicht zuletzt auch optische Aufwertung öffentlicher Flächen und damit eine Erhöhung der Lebensqualität im Fokus.

Gleichzeitig soll ein erhöhtes Bewusstsein für die Bedeutung von Ökologie und Biodiversität geschaffen werden. Dies kann durch die zusätzliche Bereitstellung von Infomaterialien über entsprechende Tier- und Pflanzenarten (auch kindgerecht) weiter gefördert werden.

Optional können die Grünflächen zusätzlich mit Insektenhotels oder Nistkästen komplettiert werden. Diese können aus einfachen Materialien auch selbst hergestellt werden.

 

Konkrete Umsetzung

Bürger*innen identifizieren öffentliche Flächen in ihrer Nachbarschaft, die begrünt werden sollen oder aber bereits begrünt sind, aber optisch und ökologisch aufgewertet werden sollen, wie z.B. reine Rasenflächen. Zum Zweck der Kontaktaufnahme wird eine Mailadresse eingerichtet, an die sich die Bürger*innen wenden.  

Daraufhin prüft die Stadt Ulm diese Flächen und gibt diese ggf. frei. Der Kauf der Pflanzen /Samenmischungen wird nun z.B. durch das Referat Stadtentwicklung, Bau und Umwelt finanziert (?). Anzumerken ist hierbei, dass die Kosten gerade für das Ausbringen von Saatmischungen sehr gering sind.

Im Gegenzug schließen die Bürger*innen einen Vertrag mit der Stadt Ulm, indem sie zusagen, dass sie die Pflege der Fläche für einen bestimmten Zeitraum übernehmen.

Die Personen erhalten nun bei der Aufbereitung und Bepflanzung Unterstützung von Ehrenamtlichen der Grünen Jugend. Hierbei ist sicherzustellen, dass die Bepflanzung von einem Sachkundigen geleitet wird, um den Erfolg der Bepflanzung zu garantieren. 

 

Hintergrund

Städtische Grünflächen können dazu beitragen, dass

  • Stadtbewohner*innen Möglichkeiten geboten werden, in Kontakt mit Natur zu treten
  • Die Biodiversität in städtischen Gebieten verbessert wird
  • Luftverschmutzung oder Lärmbelastung reduziert werden
  • Auswirkungen extremer Wetterereignisse abgeschwächt werden

Durch die Einbeziehung der Bürger*innen  entsteht eine erhöhte Identifikation mit den Grünflächen, gleichzeitig wird sichergestellt, dass diese den Bedürfnissen vor Ort entsprechen.

Dabei liegt uns auch das Thema Mobilität und klimafreundliche Verkehrswende am Herzen.

Im September waren wir an der Donau Müll sammeln. In ca. 1,5 h waren 3 große Müllsäcke voll. Vor allem Zigarettenstummel liegen überall verteilet. Zwischen 340 und 680 Mio. Tonnen Zigaretten gelangen laut WHO pro Jahr in unsere Weltmeere. Es dauert 10-15 Jahre bis Zigarettenfilter natürlich verrotten. Dabei enthalten sie auch Giftstoffe, die sich gut in Wasser auflösen. Also bitte lieber Raucher, einfach die Zigaretten in den Müll oder einen Aschenbecher werfen. 


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